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Portrait

Die Erfahrungen von Karl Krüger

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Karl Krüger ist 76 Jahre alt, verheiratet und hat einen Sohn. 2007 begann seine Erkrankung mit einem leichten Brennen und Kribbeln. Er begab sich von Arzt zu Arzt, bis schließlich eine Polyneuropathie diagnostiziert wurde. Vor seiner Berentung leitete er als Elektromeister in einem Betrieb die Elektroabteilung.

2007 merkte Karl Krüger, dass mit seinem Körper etwas nicht in Ordnung war. Er verspürte ein leichtes Brennen und Kribbeln. Sein Hausarzt überwies ihn zu einem Neurologen, der die Nervenleitgeschwindigkeit maß und eine Polyneuropathie diagnostizierte. Dennoch konnte ihm kein Arzt sagen, was er dagegen tun konnte. Schließlich erhielt er Psychopharmaka und Schmerzmittel. Wegen einer Herzrhythmusstörung durfte er die Psychopharmaka auf Grund ihrer Nebenwirkungen jedoch nicht einnehmen.

Karl Krüger recherchierte viel im Internet. Zusätzliche Hilfe suchte er bei Selbsthilfegruppen. Der Kontakt mit anderen Betroffenen und der Austausch über Behandlungsmöglichkeiten und Maßnahmen halfen ihm, neue Wege zu beschreiten. Zusätzlich zu Pregabalin versuchte er auch Aufbaumittel für die Nerven. Darüber hinaus kaufte er sich auf den Rat eines Freundes hin ein Buch über die Macht des Unbewussten und Selbsthypnose, dass ihm viel Halt gab und mit dessen Hilfe er sich den Auswirkungen seiner Erkrankung stellte. Aktuell scheint seine Krankheit ins Stocken geraten zu sein und eine deutliche Verbesserung seiner Situation ist eingetreten. Im Gesicht sind die Schmerzen um 90 Prozent zurückgegangen.

Karl Krüger erzählt, dass sein soziales Umfeld seine Situation nicht nachvollziehen kann. Für die Anderen sind die Schmerzen nicht erkennbar und selbst seine Frau und sein Sohn können nicht empfinden, wie es ihm geht. Karl Krüger hat zwar einerseits das Gefühl, dass ihm die Ärzte glauben, auf der anderen Seite geben sie ihm aber das Gefühl, lästig zu sein und schieben ihn meist schnell an andere Fachleute ab. Auch Behandlungen wie Krankengymnastik, Akupunktur und Massagen haben ihm nicht geholfen.

Bei Schmerzattacken hilft Karl Krüger vor allem die Einnahme von Pregabalin. Karl Krüger stellt sich seiner Erkrankung. Bücher über positives Denken halfen ihm dabei, seine Erkrankung anzunehmen und den Lebenswillen zu behalten. Anderen Betroffenen rät er, nicht aufzugeben und den Mut nicht zu verlieren.

Das Interview wurde im Sommer 2010 geführt

 

Alle Interviewausschnitte von Karl Krüger

Karl Krüger erzählt, wie er von einem Buch zum Positiven Denken profitiert.

Karl Krüger wünscht sich, dass die Polyneuropathie nicht irgendwann seine Hände betreffen wird.

Karl Krüger berichtet, dass seine Anträge auf einen Reha-Aufenthalt vom Medizinischen Dienst immer wieder abgelehnt wurden.

Karl Krüger will leben und nicht aufgeben.

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