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Portrait

Die Erfahrungen von Jens Krause

Jens Krause ist 51 Jahre alt und Maschinen- und Anlagenmonteur, inzwischen berentet. Seit einer Operation an der Nasenscheidewand vor einigen Jahren leidet er an massivem Clusterkopfschmerz mit heftigen körperlichen Reaktionen. Wegen seiner Schmerzerkrankung lebt er inzwischen in betreutem Wohnen.

Jens Krause machte zunächst sehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten. Er erlebte immer wieder, dass zwar die Diagnose Clusterkopfschmerz gestellt wurde, die Ärzte darauf jedoch hilflos reagierten. Besonders ärgert ihn, dass es immer hieß, die Schmerzen seien psychisch bedingt, und die Ärzte sie nicht als körperliches Leiden ernst nahmen. Während der Attacken hat er heftige körperliche Reaktionen: sein Gesicht schwillt an, sein Auge wird rot und tränt und seine Nase läuft.

Wegen seiner Schmerzen verbrachte Jens Krause viele Aufenthalte in verschiedenen Kliniken, unter anderem lange Zeit in psychosomatischen Kliniken, wo er sich jedoch verlassen und nicht richtig angenommen fühlte.

Die extremen Schmerzen führten dazu, dass er über lange Zeit sein Zuhause nicht mehr verlassen konnte. Er verlor seine Arbeitsstelle und viele soziale Kontakte und begab sich in Betreutes Wohnen. Als seine quälenden Schmerzen ihn so weit gebracht hatten, dass er fast nicht mehr leben wollte, kam er glücklicher Weise in ein spezialisiertes Schmerzzentrum. Als auch dort die medikamentöse  Einstellung nicht funktionierte, bekam er einen Elektrostimulator ins Rückenmark eingesetzt. Seitdem haben sich seine Schmerzen halbiert. Im Schmerzzentrum fühlte Jens Krause sich zum ersten Mal verstanden, auch weil sein Clusterkopfschmerz dort als behandelbare Krankheit gesehen wurde. Es ist für ihn sehr hilfreich, dass er einen sozialen Dienst (Gemeindepsychiatrisches Zentrum) gefunden hat, der ihn von seinem Wohnort zum Schmerzzentrum fährt, da die Krankenkasse die weite Anfahrt nicht bezahlt.

Durch die Schmerzen ist Jens Krause jedoch immer noch sehr eingeschränkt. Er kann viele Dinge nicht mehr machen, die ihm früher wichtig waren. Auch sozial hat er sich sehr isoliert. Während der Schmerzattacken möchte er in Ruhe gelassen werden und sich hinlegen. Er hat ein Notfallspray, das ihm bei akuten Attacken hilft. Jens Krause findet es sehr wichtig, nicht aufzugeben und hat inzwischen die Erfahrung gemacht, dass es immer einen Weg gibt, auch wenn es erst mal nicht so scheint.

Das Interview wurde im Frühjahr 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Jens Krause

Jens Krause wundert sich, warum er nicht früher an einen Spezialisten verwiesen wurde.

Jens Krause fand durch eine Spezialambulanz ein hilfreiches Mittel gegen seinen Clusterkopfschmerz.

Jens Krause berichtet, dass zuerst ausprobiert wird, ob das Gerät hilft, bevor es richtig eingepflanzt wird.

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