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Portrait

Die Erfahrungen von Hans König

Hans König ist 69 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Söhne. Er arbeitete als Krankenpfleger, litt dann aber zunehmend unter Rückenschmerzen, die nach vielen Operationen und Behandlungen nur schlimmer wurden, so dass er seinen Beruf nicht mehr ausüben konnte.

Hans König arbeitete als Krankenpfleger in einem Krankenhaus, als zum ersten Mal die Rückenschmerzen auftraten. Sie wurden zunehmend stärker, und nach mehrmaligen Kuraufenthalten kam eine Nerveneinklemmung hinzu, so dass er schließlich operiert werden musste. Nach der ersten Versteifungsoperation lockerte sich jedoch das Metall und musste wieder entfernt werden. Da die Schmerzen weiterhin bestanden, begann eine Odyssee des Leidens, da er immer wieder operiert wurde, die Schmerzen jedoch nicht besser wurden. Insgesamt musste er bisher vierzehn Operationen über sich ergehen lassen. Keine Behandlung brachte eine Besserung, so dass er seinen Beruf aufgeben musste und berentet wurde.

Erst als Hans König eine Morphinpumpe erhielt, besserte sich seine Lage deutlich. Anfangs vertrug er das Morphin nicht und litt unter den Nebenwirkungen, doch als er medikamentös umgestellt wurde, besserten sich die Schmerzen. Heute hat er weiterhin ständig Schmerzen, sie sind aber dank der Morphinpumpe auszuhalten.

Für Hans König war das Schlimmste, dass man ihm phasenweise nicht glaubte, dass er wirklich Schmerzen habe. Er erzählt, wie ihm gesagt wurde, er sei doch operiert und könne somit keine Schmerzen mehr haben, seine Schmerzen seien also nur psychisch bedingt. Auch um den Grad seiner Schwerbehinderung musste er mühsam mit den Behörden vor Gericht kämpfen.

Wenn die Schmerzen besonders schlimm sind, kann er oftmals kaum die Fliege an der Wand ertragen. Es bekümmert ihn sehr, dass dann vor allem die Menschen, die ihm besonders nahe stehen, darunter leiden müssen.

Als besonders hilfreich erlebte Hans König die Therapie in einer Schmerzklinik, in der ihm zum einen die Anwendung von Morphin mit einer Pumpe half. Zum anderen führten die Gespräche mit den Therapeuten dazu, dass er gelassener wurde und seine Situation entspannter betrachten konnte. Er fand eine innere Ruhe, aus der er Kraft schöpfen konnte, die Schmerzen als Teil seiner Person zu betrachten und zu akzeptieren.

Mit seiner schweren Behinderung kann er heute nur noch kurze Gehstrecken zurücklegen, ist aber dank eines Elektrorollstuhls und seines Autos noch mobil. Wenn er heute Schmerzen hat, setzt er sich in seinen Sessel und entspannt sich, bis es ihm besser geht.

Interview wurde im Sommer 2010 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Hans König

Hans König erzählt, wenn die Schmerzen sehr schlimm sind, bekommt es die Person ab, die man am meisten braucht.

Hans König lernte in der Psychotherapie einen neuen Umgang mit den Schmerzen.

Hans König musste um seinen Schwerbehindertenausweis kämpfen, fand aber einen einfühlsamen und rücksichtsvollen Gutachter.

Hans König hat nach mittlerweile 14 Operationen keine großen Erwartungen mehr, es kam immer wieder zu Komplikationen.

Hans König macht regelmäßig zuhause seine Übungen.

Hans König kann sich mit Elektromobil und Auto bewegen.

Hans König findet, dass die Schmerzpumpe und die psychologische Behandlung am meisten geholfen haben.

Hans König hatte Tage, an denen er das Leben nicht mehr lebenswert fand.

Bei Hans König stellte sich nach einer Testspritze mit Morphium eine Blasenentleerungsstörung ein, er wurde jedoch schmerzfrei.

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