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Portrait

Die Erfahrungen von Friedrich Huber

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Herr Huber ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter. Er leidet seit 1992 an einer Polyneuropathie mit stechenden Schmerzen, Muskelschwäche und Gangunsicherheit. Vor seiner Berentung war Herr Huber im Einzelhandel tätig.

Ein Jahr, nachdem bei Friedrich Huber eine Polyneuropathie diagnostiziert wurde, zeigten sich Beschwerden in Form von Kribbeln, Brennen, Taubheit und unruhigen Füßen, die sich schleichend zu massiven ziehenden und stechenden Schmerzen verschlimmerten. Eine Grunderkrankung als Ursache der Polyneuropathie konnte nicht gefunden werden. Friedrich Huber vermutet als Auslöser seine Amalgamfüllungen und Narkosemittel, die er nicht vertragen habe. Behandlungsversuche mit verschiedenen Schmerzpräparaten, Akupunktur und einem Elektrostimulationsgerät waren erfolglos, bei manchen Medikamenten erlebte er auch sehr unangenehme Nebenwirkungen.

Eine Hilfe zumindest für die Schmerzen brachte die Medikation mit einem Opioid, dessen Nebenwirkungen Friedrich Huber gut ausgleichen konnte. Auf Anraten von Ärzten versuchte er auch Ersatzpräparate, hatte damit aber keinen Erfolg, so dass er nun seit 11 Jahren auf das Opioid eingestellt bleibt. Wegen der Schwäche, der Gangunsicherheit  und der Schmerzen kann Friedrich Huber nur noch kürzere Wegstrecken zurücklegen und auch nur noch begrenzt Auto fahren.

 Als Rentner kann Friedrich Huber seinen Tag gut nach den jeweiligen Beschwerden ausrichten und dennoch die vielen kleinen Freuden des Lebens, genießen, wie etwa Musik hören und Kunstgalerien besuchen. Viele Informationen hat Friedrich Huber durch seine Schmerzselbsthilfegruppe erfahren, ansonsten findet er, dass es über seine Erkrankung nur wenig Wissenswertes gibt. Er beschäftigt sich gedanklich nur wenig mit seinem Schmerz und ignoriert ihn so gut wie möglich. Friedrich Huber bezeichnet sich als humorvoll und trotz allem zufrieden, was er vor allem auf seine glückliche Ehe und seinen angeborenen Optimismus zurückführt.

Das Interview wurde im Herbst 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Friedrich Huber

Friedrich Huber findet, dass in der Selbsthilfegruppe mehr über andere Dinge als über den Schmerz gesprochen werden sollte.

Für Friedrich Huber bringen die Opioide seit über zehn Jahren eine Erleichterung und er kann auch die Nebenwirkungen beherrschen.

Friedrich Huber kann sich als Rentner die Zeit einteilen.

Friedrich Huber hat im Krieg einen Bombenangriff überlebt, das hilft, anderes nicht so ernst zu nehmen.

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