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Portrait

Die Erfahrungen von Clemens Hoffmann

Clemens Hoffmann ist 70 Jahre alt, verwitwet und hat eine Tochter. Seit einem Bandscheibenvorfall leidet er an chronischen Rückenschmerzen. Mehrere Operationen führten zu keiner anhaltenden Besserung. Erst durch die Implantation einer Morphiumpumpe konnte er die Schmerzen wieder zurückdrängen.

Clemens Hoffmann erlitt 1979 einen Bandscheibenvorfall. Nach Operation und Reha-Kur besserte sich sein Zustand etwas, so dass er zwar wieder als Mechaniker in einer Druckerei arbeiten konnte, jedoch noch immer unter starken Schmerzen litt. Auf Anraten der Ärzte ließ er sich 1990 die Wirbelsäule operativ versteifen. Nach der Operation musste Clemens Hoffmann ein Jahr lang ein Stützkorsett tragen und durfte nicht sitzen. Doch auch dieser Eingriff führte nicht zu einer andauernden Besserung, sondern die Schmerzen verschlimmerten sich.

Als sich Clemens Hoffmann 1995 in einer anderen Klinik untersuchen ließ, stellten die Ärzte fest, dass die Versteifung nicht optimal ausgeführt und instabil geworden war. Eine weitere Operation war notwendig, um die Wirbelsäule erneut zu stabilisieren. Clemens Hoffmann erlangte mit diesem Eingriff zwar wiederum eine teilweise Linderung, aber ebenfalls keine Schmerzfreiheit.

Da Clemens Hoffmann seinen Beruf gerne ausführte und ihm der Kontakt zu seinen Kollegen wichtig war, kehrte er nach der Operation wieder an seinen Arbeitsplatz zurück. Jedoch verschlechterte sich dadurch sein Zustand erneut. Durch einen Tätigkeitswechsel zum Schichtleiter war es ihm möglich, körperlich etwas kürzer zu treten, trotzdem sein Wissen und seine Berufserfahrung bis zu seinem Vorruhestand mit einzubringen und den Kontakt zu den Kollegen aufrecht zu erhalten.

Aufgrund der unbefriedigenden Situation, keine langfristig wirksame Therapie zu erhalten, recherchierte Clemens Hoffmann selbstständig neue Behandlungsmöglichkeiten und erfuhr so von der Morphiumpumpe. Diese ermöglicht ihm nun ein weitgehend schmerzfreies und aktives Leben. Unterstützend dazu betreibt er Muskeltraining und greift auch auf psychotherapeutische Angebote zurück.

Das mangelhafte Informationsangebot über Schmerztherapien motivierte Clemens Hoffmann dazu, eine örtliche Selbsthilfegruppe für Schmerzpatienten zu gründen mit dem Ziel, anderen Schmerzpatienten ein Forum und eine Informationsmöglichkeit zu bieten. Neben der erfolgreichen Gründung und Leitung der Schmerzgruppe begleitete er die Gründungen von anderen Selbsthilfegruppen und stand mit Rat und Tat zur Seite.

Clemens Hoffmann geht mit seiner Lebensgefährtin gerne Wandern oder unternimmt Radtouren, soweit Schmerzen und Tagesform es erlauben. Schlechte Tage versucht er mit Ruhe und Entspannungsübungen erträglich zu gestalten. Neben seiner Familie hilft ihm auch seine Katze über schlechte Zeiten hinweg.

Interview wurde im Sommer 2010 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Clemens Hoffmann

Clemens Hofmann fand die praktischen Hinweise seines Therapeuten für den Umgang mit dem Schmerz nützlich und psychologische Therapie für Schmerzpatienten unverzichtbar.

Clemens Hoffmann konnte ein neues Medikament ausprobieren, das Ausfälle seiner Schmerzpumpe abfangen kann.

Clemens Hofmann hilft sich mit Musik Entspannung und Ruhe, wenn es ihm nicht gut geht.

Clemens Hofmann rät allen, Mut zu fassen und sich Selbsthilfegruppen anzuschließen.

Clemens Hofmann erzählt, wie es kam, dass er eine Selbsthilfegruppe gründete.

Durch die Schmerzlinderung mit Morphium fand Clemens Hofmann das Leben wieder lebenswert.

Clemens Hofmann hatte die Chance, im Betrieb als Schichtleiter weniger zupacken zu müssen.

Clemens Hofmann findet, dass bei richtiger Anwendung keine Suchtgefahr besteht.

Clemens Hofmann konnte das Morphium reduzieren, musste es aber wieder nehmen, als er wieder zu arbeiten begann.

Clemens Hoffmann erzählt, wie es trotz Budgetierung möglich ist, Ausnahmen zu machen, wenn es dringend benötigt wird.

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