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Portrait

Die Erfahrungen von Christel Schubert

Christel Schubert ist 69 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Söhne. Schon als Jugendliche begann sie die Auswirkungen einer Fehlhaltung zu spüren, die auf die Scheuermannsche Erkrankung zurückging. Seitdem ist sie mit Schmerzen vertraut. Durch ihre familiäre Veranlagung, die Schonhaltungen und verschiedene äußere Umstände entwickelte sich bei ihr mit der Zeit eine Polyarthrose in fast allen Gelenken. Sie arbeitete im Staatsdienst und ist mittlerweile in Pension.

Als bei Christel Schubert in ihrer Jugend die Scheuermannsche Erkrankung festgestellt wurde, legten die Ärzte ihr ein Sportverbot auf, was für sie damals nicht leicht zu akzeptieren war. Heute ist Christel Schubert überzeugt, dass diese Verordnung die negativen Auswirkungen der Erkrankung noch verstärkt haben. Ihrer Meinung nach ist es dem fehlenden Muskelaufbau zuzuschreiben, dass ihre Brustwirbelsäule steif wurde, die Lendenwirbelsäule dagegen überbeweglich.

Zu den Rückenschmerzen, die durch diese Haltungsschäden auftraten, kamen bald weitere Probleme: Bei der Geburt ihrer beiden Kinder gab man ihr Hormone. Dadurch erweiterte sich allerdings ihre Symphyse. was später starke Schmerzen beim Gehen, Stehen und Liegen hervorrief. Bis sich die Symphyse wieder stabilisiert hatte, waren Christel Schuberts Knie- und Hüftgelenke durch die Schonhaltung derart überbeansprucht worden, dass auch hier ständige Schmerzen zurückblieben. Weiter stellte man im Alter von vierzig Jahren erbsengroße Knochenspaltungen in ihrem rechten Arm fest, die weitere Gelenkschmerzen verursachten; dazu kamen in den Wechseljahren Heberden- und Buchard-Arthrosen in allen Fingern.

Christel Schubert lehnte Medikamente schon immer grundsätzlich ab, nicht zuletzt wegen ihrer Überreaktivität auf Hormone und bisweilen auch auf andere Medikamente. Sie unterzog sich drei Operationen – im Arm, in der Hüfte und im Knie –, von denen sie keine als gelungen bezeichnet.

Heute versucht sie durch Gymnastik und Bewegung sowie einer erhöhten Aufmerksamkeit für den eigenen Körper, der ständigen Schmerzen Herr zu werden. Als besonders hilfreich erlebt sie die wöchentlichen Termine bei ihrer Heilpraktikerin, die sie seit mehr als zehn Jahren mit Energiearbeit, Polarity und Osteopathie behandelt.

Auch gedanklich versucht Christel Schubert, sich immer wieder von den Schmerzen frei zu machen und erhält sich ihre Lebenslust mithilfe ihres sonnigen Gemüts und dank der Freude an ihrer Familie und ihren zahlreichen sozialen Kontakten.

Das Interview wurde im Sommer 2010 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Christel Schubert

Christel Schubert ist sehr skeptisch gegenüber Ärzten, lässt sich aber von guten Argumenten überzeugen.

Christel Schubert hilft ihr fröhliches Naturell, die Schmerzen nicht immer ernst zu nehmen.

Christel Schubert findet bei akuten Schmerzen Hilfe bei einer osteopathischen Behandlung.

Christel Schubert hat die Idee, dass die Krankheit bei ihr dadurch so ausgeprägt ist, dass sie zu wenig auf sich geachtet hat.

Christel Schubert möchte ihre Schmerzen nicht zeigen, weil sie nicht will, dass auf sie Rücksicht genommen wird.

Für Christel Schubert sind Selbstbestimmung und Freiheit im Umgang mit den Schmerzen sehr wichtig.

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