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Portrait

Die Erfahrungen von Christa Schuhmacher

Christa Schuhmacher ist 70 Jahre alt, verwitwet und hat zwei Töchter. Fehlhaltungen in der Kindheit und schwere körperliche Arbeit in Lehre und Beruf führten bei ihr zu schmerzhaften Schäden an der Wirbelsäule. Auf Anraten von Ärzten ließ sie ihre Wirbelsäule versteifen, um weiteren Schäden vorzubeugen. Seither leidet sie zusätzlich zu den Schmerzen an einer eingeschränkten Bewegungsfähigkeit.

Fehlhaltungen in ihrer Kindheit durch ihr rasches Längenwachstum und schwere körperliche Arbeit während der Lehre als Einzelhandelskauffrau führten bei Christa Schuhmacher schon in jungen Jahren zu Rückenbeschwerden mit regelmäßigen Arztbesuchen. Anfänglich halfen Spritzen und chiropraktische Behandlungen auch bei ihren Beschwerden. Mit fortschreitendem Krankheitsverlauf kamen Kuraufenthalte hinzu. Um die Wirbelsäule vor einer weiteren Beschädigung zu schützen, wurde schließlich die untere Lendenwirbelsäule operativ versteift. Dies bewirkte jedoch keine Besserung.

Die Schmerzen schränkten Christa Schuhmacher in der Ausübung ihres Berufes als Einzelhandelskauffrau immer mehr ein. Zunächst wechselte sie zu einer sitzenden Tätigkeit, wurde jedoch im weiteren Verlauf aufgrund der anhaltenden Schmerzen als berufsunfähig eingestuft. Schließlich folgte nach drei Jahren die Berentung.

Im Alltag ist Christa Schuhmacher auf Hilfe angewiesen, besonders wenn es sich um Aktivitäten handelt, bei denen sie sich bücken muss. Dabei stehen ihr eine Freundin, ein Pflegedienst und eine Putzhilfe zur Seite.

Schmerzmedikamente als unterstützende Therapie lehnt Christa Schumacher ab, da diese nur sehr kurzfristig wirken und sie eine Suchtentwicklung befürchtet. Zudem muss sie wegen anderer Erkrankungen bereits viele Medikamente einnehmen. Massagen oder Physiotherapie bewirken bei ihr dagegen eine Linderung.

Trotz ihrer Schmerzen versucht Christa Schuhmacher ein möglichst aktives und mobiles Leben zu führen. Hierfür ist ihr Auto, mit dem sie oft in die Natur fährt, um dort spazieren zu gehen, für sie unverzichtbar. Ihr Freundeskreis hat sich seit ihrer Erkrankung verkleinert, sie ist jedoch sozial sehr aktiv, spielt Karten in einer Seniorengruppe und nimmt an Angeboten einer Kirchengemeinde teil.

Um mit ihrer Krankheit umzugehen, sind für Christa Schuhmacher ihre Träume und Visionen sehr wichtig. Sie helfen ihr die schlechten Tage zu vergessen und ihre Schmerzen anzunehmen. So hat sie zum einen den Wunsch, ein zweites Mal nach Bali zu reisen, zum anderen würde sie gerne noch Urgroßmutter werden. Christa Schuhmacher hält es für wichtig, dass man auch mal über die Stränge schlägt, weil sie sich dabei lebendig fühlt und neue Kraft aus diesen Situationen schöpft.

Das Interview wurde im Herbst 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Christa Schuhmacher

Christa Schuhmacher erzählt, wie schlecht andere Menschen die Schmerzen begreifen können.

Christa Schumacher bekam immer stärkere Medikamente, bis sie sie eigenmächtig absetzte.

Christa Schuhmacher findet, dass es nicht schön ist mit Schmerzen, das Leben aber trotzdem schön ist.

Christa Schuhmacher erzählt, dass sie mit Antidepressiva nicht mehr an die Schmerzen denken musste, die Medikamente aber leider nicht vertrug.

Christa Schuhmacher fand es sehr hilfreich von anderen zu hören, die auch Schmerzen haben.

Christa Schumacher erzählt, wie sie sich durch das Pflegestufengeld ihren Alltag erleichtern kann.

Christa Schumacher hätte sich in der Reha gewünscht, dass die Physiotherapie individueller abgestimmt gewesen wäre.

Christa Schuhmachers Schmerzen wurden in der Klinik nicht besser, aber sie lernte einen neuen Umgang damit.

Manchmal fragt sich Christa Schuhmacher, warum eigentlich. Ihr Glaube hilft ihr dennoch.

Christa Schuhmacher hat oft selbst gesagt, es kann mir keiner helfen und dann ging es doch weiter.

Bei Christa Schumacher zog sich die Berentung einige Jahre hin.

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