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Portrait

Die Erfahrungen von Birgit Weiss

Birgit Weiss ist 48 Jahre alt und leidet seit 16 Jahren an Migräne und anderen Kopfschmerzen. Ihre Arbeit als Schreibkraft macht ihr sehr viel Spaß, und sie möchte an ihrem Arbeitsplatz 100%ig leistungsfähig sein. Das ist mit der Migräne nicht immer einfach. Sie lebt in einer langjährigen Partnerschaft.

Bei Birgit Weiss begannen die Kopfschmerzen 1993, nachdem sie eine gesundheitliche Krise bewältigt hatte. Fünf Jahre lang suchte sie vergeblich nach der Ursache und Behandlungsmöglichkeiten der Schmerzen, bis ihr Hausarzt sie an Spezialisten überwies und ein Neurologe die Diagnose einer Migräne mit Aura stellte. Sie probierte sehr viele verschiedene Medikamente aus und suchte viele verschiedene Ärzte auf, hatte jedoch wenig Erfolg damit. Infolge der vielen Medikation kam noch ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz hinzu. Sie musste daraufhin einen Medikamentenentzug machen und stand wieder am Anfang der Behandlung. In dieser Zeit war sie zusätzlich familiär sehr belastet, da sie ihre Eltern pflegte und viel Verantwortung in ihrer Familie trug. Birgit Weiss schildert ihre Erkrankung als sehr komplex: zu dem Migränekopfschmerz kommen weitere Kopfschmerzformen und Angstattacken, was ihrer Erfahrung nach auch die Behandlung erschwert. Mit der Zeit lernte sie, die verschiedenen Formen der Kopfschmerzen zu unterscheiden und kann nun unterschiedlich darauf reagieren. Auch mit ihrer Ernährung und Lebensführung stellt sie sich auf die Kopfschmerzen ein und beobachtet sich  genau.

Durch die langen Jahre mit Kopfschmerzen hat Birgit Weiss viel ihrer Lebensqualität verloren. Sie schildert, wie im Laufe der Jahre ihr Lebensmut nachließ. Auch für ihre Partnerschaft ist die Migräne sehr belastend. Zum Glück hat sie einen Partner, der sie sehr unterstützt und die Krankheit auch angenommen hat. Durch die Migräne hat sie jedoch viele Freunde verloren, die nicht damit umgehen können, dass sie häufig Verabredungen absagen muss.

Birgit Weiss hat selbst sehr viele Informationen gesammelt, aus Büchern und Internet sowie über Fragen an Fachleute. Durch einen Vortrag über Migräne wurde sie vor einigen Monaten auf eine Spezialeinrichtung für Schmerzbehandlung aufmerksam und suchte dort die Schmerzambulanz auf. Sie war sehr beeindruckt von der Art und Weise, wie sie dort ernst genommen und genau untersucht wurde. Dort wurden andere Medikamente vorgeschlagen, und in den letzten zwei Monaten hat Birgit Weiss das Gefühl, dass die Migräneanfälle seltener geworden sind.

Birgit Weiss schildert, dass sie sich durch die Erkrankung verändert habe und früher viel aktiver gewesen sei. Nun erobert sie sich langsam Schritt für Schritt ihre alten Hobbies wieder zurück. Sie erzählt, wie wichtig es sei, sich selber so zu akzeptieren, wie man ist, und auch die Migräne als Teil anzunehmen, der dazugehört. Wichtig ist aus ihrer Sicht aber auch, mal etwas liegen lassen zu können, sich Entspannung und etwas Gutes zu gönnen.

Das Interview wurde im Sommer 2009 geführt.


Alle Interviewausschnitte von Birgit Weiss

Birgit Weiss hilft der Vergleich mit anderen, denen es noch schlechter geht, wenn es mal ganz schlimm ist.

Birgit Weiß nutzte viele Quellen, um sich Information zu verschaffen.

Birgit Weiss hatte Pläne für die Zeit, wenn sie sich nicht mehr um ihre alten Eltern kümmern muss, dann kam aber die Migräne dazwischen.

Birgit Weiss wünscht sich, die Migräne akzeptieren zu können.

Birgit Weiss beschreibt, wie wichtig es ist, für sich die richtige Bewegungsart zu finden.

Bei Birgit Weiss sagte der Arzt, ihre Erkrankung sei einfach zu komplex.

Birgit Weiss war sehr enttäuscht von ihrem behandelnden Arzt und ist jetzt sehr zufrieden in einer Schmerzambulanz.

Birgit Weiß findet es sehr wichtig, den Behandlungsplan abzusprechen und sich daran zu halten.

Für Birgit Weiss ist es wichtig, schnell gegensteuern zu können.

Birgit Weiß erzählt, wie der Arzt ihr zu einem Medikamentenentzug riet.

Birgit Weiß hat durch die richtige Medikation erreicht, dass sie wieder etwas für sich tun kann.

Birgit Weiss schafft sich selbst Ruheinseln, die sie unbedingt braucht.

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