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Die Erfahrungen von Beate Schulte

Portrait Beate Schulte ist 46 Jahre alt und arbeitet als Fremdsprachensekretärin. Sie leidet an einem allgemeinen Schmerzsyndrom bei angeborener Skoliose. Hilfe erfährt sie vor allem durch die manuelle Medizin.

Beate Schulte erinnert sich, dass sie schon in ihrer Kindheit körperlich wenig belastbar war, bis schließlich im Alter von zehn Jahren die Skoliose diagnostiziert wurde und sie sich in den kommenden Jahren aufwändigen ärztlichen und krankengymnastischen Behandlungen unterziehen musste. Die Schmerzen begannen während des Studiums und im Berufsleben, als sie nicht mehr genügend Zeit und Kraft für ihre muskelstärkenden Übungen aufbringen konnte. Zunächst konnten die Schmerzen noch durch manuelle Maßnahmen wie Chiropraktik gelindert werden, mit zunehmender beruflicher Belastung wurden sie jedoch immer massiver. Seit vielen Jahren leidet Beate Schulte unter stark schmerzhaften Muskelverspannungen und Nervenreizungen. Diese quälen sie auch zunehmend in ihrem Beruf, der ihr sehr wichtig ist. Die Bedrohung ihrer Arbeitsfähigkeit ist für Beate Schulte mit existentieller Angst verbunden, da sie allein stehend und auf ihren Verdienst angewiesen ist. Außerhalb ihres Berufes bleibt ihr kaum noch Kraft für persönliche und soziale Aktivitäten.

Eine entscheidende Hilfe erfuhr Beate Schulte in einer Klinik für manuelle Medizin. Die regelmäßigen stationären Aufenthalte erlebt sie als Rettung für ihre Arbeitsfähigkeit und alltägliche Belastbarkeit, da sie nach der Behandlung immer eine gewisse Zeit deutlich weniger Beschwerden hat. In der Klinik findet sie auch gute Ansprechpartner, die sie ernst nehmen. Um so härter und unverständlicher findet sie es, immer wieder mit ihrer Zusatzversicherung um die Kosten für die Klinikaufenthalte kämpfen zu müssen. Hier würde ihr eine größere Sicherheit sehr helfen.

Beate Schulte fühlt sich durch eine psychologische Mitbetreuung, die sie zunächst in der Klinik und später auch ambulant aufnahm, gut unterstützt. Es ist ihr jedoch wichtig, dass ihre Beschwerden von Anderen nicht auf psychische Ursachen geschoben werden. Sie macht immer wieder die Erfahrung, dass ihre Erkrankung Anderen schwer zu vermitteln ist, da man ihr die Schmerzen nicht ansieht. Das verunsichert sie manchmal so, dass sie selbst daran zweifelt, ob sie als Skoliosepatientin überhaupt ein „Anrecht“ auf ihre Schmerzen hat.

Das Interview wurde im Sommer 2009 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Beate Schulte

Beate Schulte braucht ihre freie Zeit, um sich für ihre Berufstätigkeit auszuruhen.

Beate Schulte braucht, um selbst weiter üben zu können, eine manuelle Vorbehandlung, die die Verkrampfungen löst.

Beate Schulte ermutigt dazu, immer weiter zu suchen, nicht aufzugeben und auf sich zu hören.

Beate Schulte erzählt, wie belastend ihre Kämpfe mit der Zusatzversicherung um einen Krankenhausaufenthalt sind.

Beate Schulte erzählt, wie die Therapeutin schnell herausfand, wie sie zu nehmen ist.

Beate Schulte findet es sehr schwierig, den Arbeitskollegen zu vermitteln, warum sie eine Klinikbehandlung braucht.

Beate Schulte findet es wichtig, dass die Ärzte genau hinhören und ihre Patienten ernst nehmen.

Beate Schulte hat ein großes Problem damit, ihre Schmerzen auf einer Skala einzuordnen.

Beate Schulte ist es sehr wichtig, Wissen über ihr Problem zu erwerben, um besser damit umgehen zu können.

Beate Schulte möchte aufgeklärt werden, um nicht nur Behandlungsobjekt zu sein, sondern auch Partnerin, die mit angehört wird.

Beate Schulte möchte keine Psychopharmaka einnehmen, um einen klaren Kopf zu behalten.

Beate Schulte reagierte ganz schlecht auf Tramadol und hatte beim Absetzen heftige Auswirkungen.

Bei Beate Schulte ist der skoliosebedingte Schmerz mit anderen Symptomen verbunden, die sehr lästig sein können.

Für Beate Schulte kann es nicht ausbleiben, dass der Schmerz einen Menschen verändert.

Für Beate Schulte und ihre Familie war die Diagnose Skoliose erst mal der Weltuntergang.

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