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Die Erfahrungen von Alexander Schwarz

Portrait Alexander Schwarz ist 46 Jahre alt und arbeitet als Industriekaufmann in einer öffentlichen Einrichtung. Er ist verheiratet und hat drei heranwachsende Söhne. Bei einem Motorradunfall im Alter von 17 Jahren kam es zu einem Ausriss der Nervenwurzeln des rechten Arms, der seitdem vollständig gelähmt ist.

Einige Zeit nach dem Unfall von Alexander Schwarz entwickelten sich in seinem gelähmten Arm quälende Phantomschmerzen, unter denen er bis heute leidet.

Anfangs nahm er die Schmerzen lange Zeit hin, bis ihn seine Frau schließlich zu einem Arzt schickte. Seitdem hat Alexander Schwarz viele überwiegend medikamentöse Behandlungsversuche mitgemacht, die alle nur kurz- oder mittelfristig Erfolg brachten. Leider machen ihn die Medikamente, die gut gegen die Schmerzen helfen, sehr müde, so dass er sich bei der Arbeit beeinträchtigt fühlt, während die Medikamente, die seine Leistungsfähigkeit nicht einschränken, auch kaum die Schmerzen lindern.

In den Jahren seit seiner Erkrankung hat Alexander Schwarz sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Ärzten gemacht: einerseits erlebte er, dass die spezialisierten Ärzte seiner Schmerzambulanz sich sehr gut auskannten, andererseits fühlte er sich auch gelegentlich wie ein Versuchskaninchen.

Die häufigen Misserfolge der medikamentösen Behandlung und die Schmerzen selbst sind für ihn psychisch sehr belastend. Eine zusätzliche Behandlung mit Psychopharmaka fand er hilfreich.

Trotz dieser gemischten Erfahrungen ist es Alexander Schwarz sehr wichtig, weiterhin durchzuhalten und die Hoffnung auf einen Therapieerfolg nicht zu verlieren.

Eine wichtige Stütze für ihn ist seine Frau, die ihn entlastet und ihm hilft, durchzuhalten. Die ganze Familie hat viel Verständnis für seine Situation, auch wenn er häufig Aufgaben an alle delegieren muss.

Eine besondere Position in der Familie hat der Hund, den Alexander Schwarz in einer schlimmen Phase von seiner Frau geschenkt bekam und der ihn auf seine Art beim Leben mit den Schmerzen unterstützt.

Das Interview wurde im Sommer 2008 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Alexander Schwarz

Alexander Schwarz erzählt, dass die Ärzte von einer Operation abrieten, da die Gefahr einer Schädigung benachbarter Nervenstrukturen bestehe.

Alexander Schwarz erzählt, dass seine Kinder "sozial top" eingestellt sind und die Familie ihn unterstützt.

Alexander Schwarz erzählt, wie ihm die Phantomschmerzen erst Jahre nach dem Unfall durch seine Frau bewusst gemacht wurden.

Alexander Schwarz findet es toll, was seine Frau alles schafft und wie sie für beide den Lebensunterhalt sichert.

Alexander Schwarz geht unter anderem gerne in die Sauna, wenn er Schmerzen hat.

Alexander Schwarz hält es für unmöglich, die Schmerzen eines anderen Menschen nachzuempfinden.

Alexander Schwarz hat selbst erlebt, dass es weiter ging, obwohl niemand mehr Hoffnung hatte, und ermutigt nun andere.

Alexander Schwarz hatte das Gefühl, von einem Arzt als Versuchskaninchen benutzt zu werden, um ein Medikament zu testen.

Alexander Schwarz ist bei Schmerzen am liebsten allein, weil sie sich auf seine Stimmung auswirken.

Für Alexander Schwarz war die Physiotherapie sehr zeitaufwändig und schmerzhaft und brachte keinen Erfolg.

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