Rauchen

Das Thema Rauchen und dessen Auswirkungen auf eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung wird kontrovers diskutiert. Als gesichert gilt, dass der Verzicht aufs Rauchen die Krankheitsschübe bei Morbus Crohn verringert. Dieser Zusammenhang konnte bisher nicht für Colitis ulcerosa gezeigt werden. Gelegentlich wird sogar behauptet, dass sich das Rauchen bei Colitis ulcerosa positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt. Über direkt positive Erfahrungen berichten unsere Interviewpartner nicht, schon eher darüber, dass das Rauchen einen Schub begünstigt.

Lisann Thielemann möchte mit dem Rauchen aufhören, weil sie denkt, dass das Rauchen einen neuen Schub begünstigt.

Mandy Großer sagt, dass sie keine Lust aufs Rauchen hatte, als es ihr schlecht ging.

Einige unserer Interviewpartner wollen sich das Rauchen nicht verbieten lassen. Sie erleben im Alltag schon so viele Einschränkungen, dass sie diesen Genuss bewusst nicht aufgeben möchten.

Für Patrick Knittel ist Rauchen das einzige noch verbleibende Laster, weil er wegen der Erkrankung schon auf Alkohol und Sexualität verzichten muss.

Rauchen nutzen einige aber auch als eine Art Strategie: um gewissermaßen den Stuhlgang zu planen.

Wenn Svea Hauck zu einem wichtigen Termin musste, hat sie manchmal bewusst vorher geraucht, um noch auf die Toilette gehen zu können.

Einige Interviewten erzählen, dass und wie sie es geschafft haben, mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Freiheit, nicht rauchen zu müssen, bringt für Svea Hauck viele positive Aspekte mit sich.

Isabell Brandes hat das Thema Rauchen zunächst tabuisiert, dann aber aufgehört zu rauchen.

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