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Peinliche Situationen

Sehr plötzlich auftretender Stuhldrang ist keine seltene Folgeerscheinung bei einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung. Und gerade dann kann es passieren, dass eine Toilette nicht in der Nähe ist. Es nicht rechtzeitig auf die Toilette zu schaffen, ist zwar krankheitsbedingt, die Betroffenen erleben es aber dennoch als sehr peinlich.

Norman Völkl hatte schon mehrfach die Situation erlebt, dass er es nicht rechtzeitig auf die Toilette geschafft hat.

Blähungen - die sind für Svea Hauck besonders peinlich.

Auch dadurch, dass die Betroffenen phasenweise sehr häufig auf die Toilette müssen, kann es für sie zu peinlichen Situationen kommen. Vor allem, wenn andere Menschen die häufigen Toilettengänge mitbekommen.

Adrian Schaarschmidt hat das Gefühl, mit unangenehmen Nachfragen konfrontiert zu werden, wenn er häufiger auf die Toilette geht oder lange dort bleibt.

Durch die zahlreichen Toilettengänge und den dünnflüssigen Stuhl kann es passieren, dass die Toilette beschmutzt wird. Um jegliche Peinlichkeit zu verhindern, wird akribisch auf Sauberkeit geachtet, was die Toilettengänge noch einmal zeitlich ausdehnt.

Jedes Mal, wenn Patrick Knittel von der Toilette aufsteht, wird diese gründlich untersucht und gereinigt, damit keiner etwas sieht oder gar die Erkrankung mitkriegt.

Ein anderes Problem für die Betroffenen sind die Blähungen, die bei der Erkrankung auftreten können und dann als geräusch- und geruchsintensiv erlebt wurden.

Melia Kowalski findet die lauten Geräusche und starken Gerüche bei Blähungen sehr unangenehm.

Peinliche Gefühle können auch manche medizinischen Untersuchungen beim Arzt oder im Krankenhaus auslösen. Gerade bei Darmspiegelungen oder Untersuchungen im Intimbereich fühlten sich die Betroffen oft entblößt. Die Angst vor dieser Situation führte bei einigen dazu, dass sie am Anfang gezögert haben, überhaupt einen Arzt aufzusuchen.

Patrick Knittel ist es peinlich, wenn er von weiblichem Pflegepersonal behandelt wird.

Norman Völkl findet, dass manche ärztliche Untersuchungen peinlich sein können.

Manche Betroffene betonen aber auch, dass sie sich nicht allzu viele Gedanken über die peinlichen Situationen machen. Eine gewisse Gelassenheit oder einen offenen Umgang mit dem Thema empfinden sie als hilfreich für die Bewältigung. Eine Interviewpartnerin fühlt sich besser, wenn sie immer ein kleines Kindertöpfchen im Kofferraum mit sich führt.

Celia Kratzer versucht sich keinen Stress zu machen, denn wenn es passiert, passiert es sowieso.

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