Kur und Rehabilitation

Genau betrachtet sind Kur und Rehabilitation verschiedene Maßnahmen mit unterschiedlichen Funktionen. Die Kur dient der Erholung, Stärkung der Gesundheit und unterstützt die Genesung von den Erkrankungen. Rehabilitationsmaßnahmen (kurz: Reha) haben zum Ziel, den Patienten bei der Wiedererlangung oder dem Erhalt körperlicher, beruflicher oder sozialer Fähigkeiten zu unterstützen. Zudem sollen Beeinträchtigungen und Einschränkungen als Folge von chronischen Erkrankungen gemildert werden. Schließt sich die Maßnahme unmittelbar an eine stationäre Krankenhausbehandlung an, spricht man von einer AHB-Maßnahme (Anschlussheilbehandlung). In der Regel werden die medizinischen Reha-Leistungen in stationären Einrichtungen (Rehakliniken) durchgeführt. Angebote wie Patientenschulungs- und Gesundheitsbildungsprogramme ergänzen als präventive Angebote die Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation.

Auch wenn diese Unterscheidung für die meisten unserer Interviewpartner keine sehr wichtige Rolle spielt, hatten Kur- und Reha-Aufenthalt für sie aber oft eine große Bedeutung.

Viele Aufenthalte sind mit positiven Erlebnissen verbunden. Die meisten der Befragten erzählten, dass sie dort nette und interessante Menschen kennengelernt haben. Auch über andere positive Erlebnisse wurde berichtet.

John Rössler mochte an seiner Kur vor allem den offenen Umgang mit anderen Betroffenen und das vorübergehende Fehlen fast jeglicher Verantwortung.

Jonathan Rusch empfand den Aufenthalt als einen kleinen Urlaub.

Simon Kolberg nutzte die Zeit, um wieder zuzunehmen.

Svenja Zellner ist zur Kur gefahren, weil sie einfach nicht mehr weiterkonnte.

Die Interviewten erzählten über die Maßnahmen, die während der Anwesenheit in den Einrichtungen durchgeführt werden.

Marina Mahn berichtet über Untersuchungen und Gespräche in der Klinik.

Simon Kolberg nahm diverse Sportprogramme und die Hilfe einer Psychologin in Anspruch.

Patrick Knittel erhielt hilfreiche Informationen während seines Reha-Aufenthaltes.

Aber auch negative Erlebnisse prägten den Kur- und Reha-Aufenthalt.

Melia Kowalski traf nur eine weitere Person mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung in der Klinik.

Patrick Knittel glaubt, dass die sportlichen Aktivitäten während des Aufenthalts einen erneuten Schub ausgelöst haben.

Eda Kreuzer fühlte sich häufig alleine. Außerdem sei die Maßnahme zu spät gekommen.

Christoph Wiebe würde die Reha eher als eine Belastung empfinden, weil er zum Beispiel seinen Hund nicht sehen könnte.

Norman Völkl konnte an vielen Aktivitäten nicht teilnehmen, weil keine Toilette in der Nähe war.

Hinsichtlich der Beantragung einer Maßnahme oder der Wahl einer Wunscheinrichtung haben unsere Interviewpartner weitgehend gute Erfahrungen gemacht.

Einige unserer Interviewten berichten allerdings darüber, dass sie ihren Aufenthalt wegen einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes abbrechen mussten.

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