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Ärzte

Die meisten Interviewpartner haben viele verschiedene Ärzte kennen gelernt oder lange nach einem guten Arzt gesucht. Zu den positiven Erfahrungen mit Ärzten gehört, dass man sich bei ihnen gut aufgehoben fühlt und sie oft die erste und kompetente Anlaufstelle bei Beschwerden sind. Es wird besonders geschätzt, wenn Ärzte alles Wichtige erklären, zuhören und Mut machen. Sie sollten fachlich kompetent sein, aber auch Nichtwissen zugeben können. Manchmal wünschen sich unsere Interviewpartner auch eine gewisse Strenge von ihrem Arzt.

Lisann Thielemann wurde von ihren Ärzten gut betreut. Sie waren engagiert und menschlich.

Louise Fellner hatte einen sehr verständnisvollen Arzt, der ihr zugehört hat.

Außerdem betonen mehrere Interviewpartner, dass sie auch Verständnis für die belastende Arbeit und den Zeitdruck der Ärzte haben. Als negativ dagegen erlebten unsere Interviewpartner, wenn ihnen Ärzte Zweifel an ihren Schmerzen äußerten, die Erkrankung nicht ernst nahmen oder die Symptome nur als psychisch bedingt ansahen. Gelegentlich wurde von Fehlern oder mangelnder Kompetenz einzelner Ärzte berichtet. Mangelnde, teils unsensible Aufklärung, fehlende Zuneigung und fehlendes Verständnis waren weitere Vorwürfe. Außerdem wurden die mangelnde Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Spezialisten und die Kluft zwischen ambulanter und stationärer Behandlung kritisch gesehen.

Josef Kunkel berichtet von seiner schwierigen Arztsuche.

Hartmund Berger findet, dass seine Hausärztin meist richtig behandelt, trotzdem zieht er einen Spezialisten vor.

Amalia Golz hat die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte nicht damit klarkommen, wenn man sich gegen ihren Therapievorschlag entscheidet; dabei sollten Ärzte doch möglichst weitgehend auf ihre Patienten eingehen.

Klaus Mühlbach empfand seinen Arzt als sehr unsensibel, als er das Thema Darmkrebs angesprochen hat.

Statt nur von den Ärzten zu verlangen, alle Entscheidungen zu treffen, vertrauen viele unserer Interviewpartner auch auf sich selbst, sehen sich als mündiger Patient und Partner. Das bedeutet: sich zu informieren, vorzubereiten und mitzuentscheiden, was gemacht werden sollte. Einige Interviewpartner geben aber zu bedenken, dass man sich manchmal falsch verhält oder falsche Entscheidungen trifft.

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