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Vermutungen über die Auslöser

Die Ursachen einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sind zurzeit noch weitgehend unbekannt. Viele unterschiedliche Auslöser werden in Betracht gezogen. Auch die Menschen, die wir befragt haben, hatten sehr unterschiedliche Vermutungen, woher ihre Erkrankung stammen könnte. Häufig wurden eine familiäre Häufung und damit eine mögliche genetische Ursache erwähnt.

John Rössler berichtet darüber, dass seine Großmutter eine ähnliche Erkrankung hatte.

Matteo Brockmann erzählt von 2 Cousins, die dieselbe Erkrankung hatten.

In diesem Zusammenhang wurden auch Befürchtungen geäußert, dass die eigenen Kinder oder andere Familienmitglieder ebenfalls betroffen sein könnten.

Als bei der Tochter von Svenja Zellner Hämorrhoiden entdeckt wurden, veranlasste sie vorsorglich gleich eine Darmspiegelung.

Mandy Großer versucht, ihren Bruder zu überzeugen, sich untersuchen zu lassen, da er häufig Durchfälle hat.

Trotz dieser Befürchtungen wurde aber ebenfalls darüber berichtet, dass die Erkrankung bisher noch bei niemandem in der Familie aufgetreten ist.

Mandy Großer kennt niemandem in ihrer Familie, der an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidet.

Viele Gesprächspartner zogen psychische Belastungen und Stress als Auslöser in Betracht. Sie berichteten, dass die ersten Beschwerden im Zusammenhang mit einem starken emotionalen Ereignis, wie dem Tod eines Angehörigen oder einer angespannten Schul- oder Berufssituation aufgetreten sind.

Simon Kolberg hatte sehr viel in der Schule zu tun, als die Beschwerden anfingen.

Amalia Golz denkt, dass der Tod ihrer Großmutter die Beschwerden ausgelöst hat.

Manchmal wurden auch Infektionen, beispielsweise durch Viren, oder der Kontakt mit Giftstoffen als mögliche Ursache von Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa erwähnt.

Louise Fellner ist sich unsicher, ob die Ernährung auf einer USA-Reise einen Einfluss auf den Ausbruch der Erkrankung gehabt haben könnte.

Melinda Heese sieht einen Zusammenhang mit der Holzschutzfarbe im Haus ihrer Eltern.

Selten wurde ein bestimmtes Medikament als Auslöser in Betracht gezogen.

John Rössler glaubt, dass ein Antibiotikum Schuld an seinen Beschwerden sei.

Nicht jeder war der Meinung, unbedingt den Auslöser der Erkrankung kennen zu müssen. So wurde in einigen Interviews ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren vermutet. Für einige spielt es gar keine Rolle, woher die Erkrankung stammt.

Jonathan Rusch empfindet die Frage nach „dem“ Auslöser als unwichtig. Für ihn ist die Beschwerdefreiheit viel entscheidender.

Unsere Interviewpartner sprachen noch über weitere (aus ihrer Sicht) mögliche Auslöser: emotionale Belastungen im Zusammenhang mit finanziellen Problemen, Schwangerschaft bzw. die Geburt eines Kindes, Alkohol bzw. ungesunder Lebenswandel, unbestimmte Erreger im Stroh, Vorerkrankung eines Elternteils an Tuberkulose oder der Missbrauch von Abführmitteln.

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