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Stoma und Pouch

Wenn es zu Komplikationen kommt oder wenn die medikamentöse Behandlung nicht anschlägt, zu viele Nebenwirkungen hat oder vom Patienten nicht gewünscht wird, kann eine operative Behandlung sinnvoll sein. Während bei Morbus Crohn ein Enterostoma (also ein künstlicher Darmausgang, kurz: Stoma) in Frage kommt, kann bei Colitis ulcerosa ein ileoanaler Pouch (also eine direkte Verbindung von Dünndarm und Anus nach Entfernung des Dickdarms) angelegt werden. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Erkrankungen ist, dass eine Entfernung des Dickdarms bei Colitis ulcerosa eine endgültige „Heilung“ verspricht, wobei die Erkrankung und Komplikationen dabei nicht komplett verschwinden. Die von Morbus Crohn Betroffenen haben diese Möglichkeit nicht, da der gesamte Darm befallen sein kann.

Einige unserer Erzähler haben bereits Erfahrungen mit der einen oder anderen Behandlungsmöglichkeit gemacht. Bei einigen kam es zu Komplikationen, als ihnen ein Pouch angelegt wurde.

Bei Gerhard Wachsmuth hat die Anlage eines Pouches nicht geklappt; seitdem trägt er ein Stoma.

Da sie immer wieder Fisteln in ihrem Pouch hat, glaubt Helene Reim, dass sie bald dauerhaft ein Stoma tragen wird.

Beim Stoma entleert sich der Stuhl in einen Beutel, der an der Bauchdecke getragen wird. Einige Betroffene hatten daher zunächst Angst vor einem Stoma.

Eine engagierte Stomatherapeutin hat Alessia Rütten die Ängste vor dem Beutel genommen.

Nach einiger Zeit haben sich aber viele an das Stoma gewöhnt. Dann überwiegen oft die Vorteile: dass man zum Beispiel seltener auf die Toilette muss und Medikamente teilweise oder ganz abgesetzt werden können.

Kathrin Eich war mit dem Stoma sogar im Schwimmbad.

Alessia Rütten findet, dass die Lebensqualität durch das Stoma gestiegen ist.

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