Benutzerspezifische Werkzeuge

Partnerschaft und Sexualität

Partnerschaft und Sexualität spielen für unsere Interviewpartner eine sehr große Rolle. Viele erzählten offen über Schwierigkeiten im Zusammenhang mit ihrer Erkrankung. Als positiv erlebten sie Verständnis, Empathie und Geduld auf der Seite ihres Partners, negativ waren Zurückweisung oder wechselseitige Gereiztheit.

Die Erkrankung hat große Auswirkungen auf eine bereits bestehende Partnerschaft und verlangt viel aufseiten der Partner. Dennoch berichteten viele Interviewtpartner, dass sie große Unterstützung erfahren haben und dass ihr Lebensgefährte immer zu ihnen hält.

Melia Kowalski und ihr Mann haben bereits einige schwere Krisen durchlebt und trotzdem immer zusammengehalten.

Kathrin Eich hat einen sehr verständnisvollen Partner, der darauf achtet, dass sie sich nicht zu sehr zurückzieht.

Mandy Großer und Volker Rache hatten beide schon die chronische Darmerkrankung, als sie sich kennenlernten. Die Tatsache spielte allerdings nur eine untergeordnete Rolle für die Beziehung.

Einige berichteten aber über Probleme, Enttäuschungen und Verärgerungen.

Melia Kowalskis Mann muss häufig viel Geduld aufbringen, wenn sie aufgrund der Erkrankung bestimmte Aktivitäten spontan absagen muss.

Mehrere Ex-Freundinnen hatten wenig Verständnis für Volker Rache’s Situation. Jetzt hat er eine Partnerin, die auch CED hat ─ und das sei optimal.

Ein anderes wiederkehrendes Thema ist der offene Umgang mit der Erkrankung gerade in der ersten Phase des Kennenlernens eines neuen Partners.

Direkt nachdem der zukünftige Mann Louise Fellner zum ersten Mal geküsst hatte, musste sie sich – krankheitsbedingt – übergeben und ihm schon deshalb frühzeitig von der Erkrankung erzählen.

Helene Reim versuchte früher immer, die Erkrankung solange zu verheimlichen, bis es nicht mehr ging.

Anisa Schlömer hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie ihr Freund auf die Erkrankung reagieren würde.

Wie in vielen Partnerschaften war auch bei unseren Befragten die Sexualität von großer Bedeutung. Die Auswirkungen der Erkrankung auf die Intimsphäre erlebten unsere Interviewpartner sehr unterschiedlich.

Kathrin Eich hat so gut wie keine Probleme beim Geschlechtsverkehr. Nur bestimmte sexuelle Praktiken möchte sie nicht ausüben.

Sebastian Melcher glaubt, dass die Erkrankung das Sexualleben nicht beeinflusst. Allein die Psyche sei dabei entscheidend.

Svea Hauck erzählt, dass es beim Sex auch zu „unschönen“ Situationen kommen kann.

Patrick Knittel schämt sich aufgrund seiner Durchfälle, insbesondere wenn es dann passiert, wenn er gerade mit seiner Frau schlafen möchte.

Kathrin Eich geht davon aus, dass die Operationsnarben die Männer nur wenig stört.

Artikelaktionen