Kinder und Familie

Chronische Darmerkrankungen können auch Einfluss auf die Familienplanung haben. Einige Betroffene haben aufgrund ihrer Erkrankung keine Kinder bekommen oder möchten in Zukunft keine Kinder haben. Dafür kann es verschiedene Gründe geben: So kann es passieren, dass eine Schwangerschaft durch Fisteln, Abszesse oder die Folgen einer Operationen erschwert ist. Außerdem befürchten einige Betroffene, dass die Nebenwirkungen von Medikamenten zu Problemen in der Schwangerschaft führen könnten.

Anisa Schlömer macht sich Gedanken darüber, wie eine Schwangerschaft bei ihrer Erkrankung verlaufen würde.

Helene Reim glaubt, dass eine Schwangerschaft aufgrund ihres Stomas problematisch werden könnte.

Keine Kinder bekommen zu haben, war für Svea Hauck lange eine Belastung.

Marta Hinze fragt sich, ob ein Medikament die Schwangerschaft beeinträchtigen könnte.

Aufgrund ihrer zahlreichen Operationen und des Risikos, die Krankheit zu vererben, hat sich Alessia Rütten dazu entschieden, keine Kinder zu bekommen.

Nach einer Fistel-OP sollte Isabell Brandes Medikamente nehmen, die als Nebenwirkung eine Schwangerschaft verhindert hätten. Daraufhin hat sie sich von zwei weiteren Ärzten beraten lassen und dabei erfahren, dass es auch Alternativen zu dieser Behandlung gibt.

Häufig spielt auch das Risiko, die Krankheit zu vererben, eine Rolle bei der Überlegung, Kinder zu bekommen. Viele Betroffenen machen sich Sorgen, dass so auch ihre Kinder an der Erkrankung leiden könnten. Man solle sich aber, so eine Interviewpartnerin, von diesem Risiko nicht allzu sehr beeinflussen lassen, da man die Erkrankung durch Früherkennung und Medikamente sehr gut in den Griff bekommen kann.

Milena Hörmann macht sich Sorgen, dass ihre Kinder auch erkranken könnten.

Trotz des Risikos der Vererbung findet Amalia Golz, dass man auch mit dieser Erkrankung Kinder bekommen kann.

Natürlich kann man auch mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Kinder zur Welt bringen. Einige Betroffene berichten, dass die Erkrankung für sie nicht im Widerspruch zur Schwangerschaft steht.

Kathrin Eich hat trotz Darmerkrankung und mehrerer Lungenembolien zwei Kinder bekommen.

Kira Schug sieht die Erkrankung nicht als Hinderungsgrund, Kinder zu bekommen.

Allerdings ist es oft nicht leicht, Kinder großzuziehen, wenn man an einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidet. Die Betroffenen berichten von zusätzlichen psychischen und körperlichen Belastungen, aber auch von ganz praktischen Problemen, wenn zum Beispiel eine Toilette auf dem Kinderspielplatz nicht zu erreichen ist.

Weil sie an psychischen Problemen litt, hatte Juliane Franke das Gefühl, ihrer Familie nicht mehr gerecht werden zu können.

Auch wenn es mit Kleinkindern oft schwierig ist, rechtzeitig eine Toilette in Nähe zu erreichen, ist Isabell Brandes glücklich, zwei Kinder zu haben.

Melia Kowalski hat Mutter-Kind-Kuren gemacht, da sie durch ihre Arbeit und die Erziehung ihres Kindes stark belastet war.

Durch die vielen Krankenhausaufenthalte konnte sich Svenja Zellner oft nicht um ihr Kind kümmern.

Ein wichtiges Thema war auch die Frage, ob man offen mit den Kindern über die Krankheit sprechen sollte. Während manche Betroffene ihre Kinder nicht belasten möchten, ist es für andere wichtig, ihre Kinder früh über die Erkrankung aufzuklären.

Weil sie ihre Kinder nicht belasten möchte, hat Juliane Franke ihnen nichts von ihrer Erkrankung erzählt.

Auch wenn es zu peinlichen Situationen führen kann, findet Adrian Schaarschmidt es wichtig, dass sein Kind über seine Erkrankung informiert ist.

Der Sohn von Rainer Weiß hat nun Verständnis dafür, wenn der Vater nicht mehr so viel mit ihm herumtoben und spielen kann.

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