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Für Svea Hauck werden die psychischen Belastungen durch die Toilettensuche mit der Zeit schlimmer als die körperlichen Beschwerden.

Das heißt, früh hier auf dem Weg zur Arbeit kann es sein, dass ich
zweimal irgendwo, entweder an einer Tankstelle oder dann in den Wald
springen muss, weil ich eben noch mal mich da entleeren muss. Das ist
extrem stressig, extrem belastend, irgendwann ist das psychische Ding
oder das Kopfding schlimmer als das körperliche Ding. Im Augenblick ist
es zum Beispiel so die Vorstellung, dass ich jetzt mit einem Bus
irgendwo hinfahre, weil ich mir da irgendwas angucken kann. Das geht vom
Kopf gar nicht, weil dann gleich dieser Klick kommt: „Wo ist da eine
Toilette? Schaffst du das? Du brauchst da eine dreiviertel Stunde hin!“
Und wie ist das alles, das man hier wirklich seine Taschen packt und
alles einmal komplett die zweite Bekleidung dabei hat. Das sind wirklich
Sachen, die extrem nervig sind. Und dann kann ich wirklich auch
manchmal nicht mehr unterscheiden, ist es der Kopf, der die Auswirkung
auf den Körper hat oder ist es der Körper, der die Auswirkung auf meinen
Kopf hat. Irgendwann fühlt man sich letztendlich total beherrscht.

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