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Portrait

Die Erfahrungen von Klaus Mühlbach

Klaus Mühlbach ist zum Zeitpunkt des Interviews im Juni 2012 41 Jahre alt. Er ist ledig und arbeitet in Selbstständigkeit. Die Diagnose Colitis ulcerosa wurde 2009 gestellt. Herr Mühlbach hat einer Veröffentlichung seines Interviews in der Videoversion zugestimmt.

Klaus Mühlbach erlebte den ersten Schub im Sommer 2009, mit sehr starken Schmerzen, einer Verhärtung im Magenbereich, Verstopfung und dann auch Blut im Stuhl. Nachdem ein hausärztlicher Behandlungsversuch mit Tabletten keine Besserung brachte, überwies der Hausarzt zügig an einen Internisten, der sofort eine Darmspiegelung ansetzte. Dabei wurde festgestellt, dass ca. ein Meter des Dickdarms entzündet war. Die sofortige Einweisung in ein nahegelegenes Krankenhaus war für Klaus Mühlbach eine bittere Erfahrung: Er erhielt kaum Informationen; vor allem vermisste er Hinweise zu einer richtigen Ernährung und nahm in dieser Zeit über 20 kg ab. Als besonders deprimierend erlebte er es damals, keinen Sport mehr treiben zu können. Nach einer zweijährigen Phase geringer Krankheitsaktivität kam es während einer Zeit großer beruflicher Anstrengung zu einem zweiten Krankheitsschub. Obgleich Herr Mühlbach erneut viel Gewicht verlor, kam er wieder schneller zu Kräften. Besonders hilfreich war die Behandlung mit einem Rektalschaum und Einläufen.

Klaus Mühlbach kann letztlich mit allen Menschen in seiner beruflichen und privaten Umgebung sehr gut über die Krankheit sprechen. Eine sehr positive Erfahrung für ihn war, dass er an einer Arbeitsstätte, einem Privathaus, nach kurzer Rücksprache problemlos die dortige Toilette nutzen durfte. Er achtete allerdings penibel darauf, dass er sie immer gut gereinigt verließ. Ganz wichtig für ihn ist, dass er mittlerweile wieder Volleyball spielen und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr mitmachen kann. Hier allerdings verzichtet er auf das frühere exzessive Trinken. Am Anfang musste er sich noch das Wasser zu den Treffen selbst mitbringen, weil es so etwas dort bisher nicht gab. Das hat sich nun auch geändert.

Das Interview wurde am 11.06.2012 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Klaus Mühlbach

Klaus Mühlbach empfand seinen Arzt als sehr unsensibel, als er das Thema Darmkrebs angesprochen hat.

Als eigenständiger Tischler spürt Klaus Mühlbach „Termindruck ohne Ende".

Klaus Mühlbach trinkt nun nur noch gelegentlich ein Gläschen Wein und fühlt sich dadurch nicht eingeschränkt.

Trotz Erkrankung möchte Klaus Mühlbach auf Sport nicht verzichten.

Klaus Mühlbach hat während seines Krankhausaufenthaltes und danach viele Menschen mit derselben Erkrankung kennengerlernt.

Für Klaus Mühlbach ist es schön, wie seine Familie ihn mit der Erkrankung unterstützt.

Klaus Mühlbach hat ganz streng nach Diät gelebt, sich an alle ärztlichen Empfehlungen gehalten, keinen Tropfen Alkohol getrunken – und plötzlich ein Schub!

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