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Eda Kreuzer fühlte sich häufig alleine. Außerdem sei die Maßnahme zu spät gekommen.

Und, ja, diese Kur: Anfangs war ich, glaube ich, ziemlich am Boden
zerstört. Weil es dieses- A wird dir vorgegeben, was du essen sollst. Du
hast ein Zimmer, du musst dies und jenes machen, du bist allein mit dir
und alles ist fremd. Und, ach nein, wollte ich nicht. Mein Mann hat
mich hingefahren und ich habe geweint, als er gefahren ist, weil ich
gesagt habe, ich will nach Hause. Sagt er: „Wenn du das abbrichst, dir
wird nie wieder eine Kur genehmigt. Bleib' doch einfach mal da.“ Naja,
und die drei Wochen haben wir dann, habe ich dann trotzdem gemeistert.
Und, ja, ich sage mal, nach 10 Jahren Krankheit hat mir diese Kur
hinsichtlich meiner Erkrankung wenig gebracht, weil einfach dort so was
erzählt wurde, was ich schon wusste. Wenn ich natürlich hingegangen wäre
nach, was weiß ich, nach der ersten Diagnose, wäre ich einfach
überfordert gewesen. Weil dort so viel Informationen auf einen zukommen.
Du darfst nicht rauchen, du darfst dieses nicht essen, du sollst jenes
nicht tun, und das sowieso nicht… Dann kannst du dir gleich einen Strick
nehmen. Es ist so. Und ja, es war hinsichtlich- also, die Kur hat mir
gut getan, indem ich einfach mal abschalten konnte.

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