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Portrait

Die Erfahrungen von Christoph Wiebe

Christoph Wiebe ist zum Zeitpunkt des Interviews im Januar 2011 31 Jahre alt. Er ist momentan arbeitslos und lebt allein. Dass er unter einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung leidet, ist seit dem Jahr 1997 eindeutig diagnostiziert, ungeklärt ist bis heute lediglich, ob es sich um Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa handelt. Herr Wiebe hat einer Veröffentlichung seines Interviews in der Audioversion zugestimmt.

Christoph Wiebe hatte im Jahr 1996, noch zur Schulzeit, einen Abszess, der erfolgreich behandelt werden konnte. Etwas später kam es zu einer Fistelbildung, die zur Diagnose einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung führte. Da Herr Wiebe die Anzeichen beider Erkrankungen aufwies, konnte nicht festgestellt werden, ob es sich um Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa handelt. In den ersten Jahren erlebte er einen schubförmig-remittierenden Verlauf: Bei den ersten Anzeichen eines Schubes nahm er Medikamente bis zur Remission, die dann längere Zeit anhielt. Jedoch änderte sich dieser Krankheitsverlauf nach einigen Jahren. Herr Wiebe erlebt nun einen chronisch aktiven Verlauf und spricht nicht mehr auf die üblichen Medikamente wie Cortison, Azathioprin und Adalimumab an.

Die Tatsache, dass es immer noch unklar ist, welche Erkrankung er hat, spielt für ihn und die Behandlung jedoch keine große Rolle. Der zunächst unkomplizierte Verlauf brachte keine großen Veränderungen in seinem Leben. So schloss er in dieser Zeit erfolgreich eine Lehre zum Kfz-Mechaniker ab, spielte viel Fußball und betätigte sich in seiner Freizeit als Trainer einer Jugendmannschaft. Das änderte sich nach einigen Jahren jedoch grundlegend. Herr Wiebe verlor aufgrund seiner Erkrankung den Arbeitsplatz. Er musste auch den Fußballsport aufgeben, weil er nicht mehr die früheren Leistungen erbringen kann und schnell müde wird. Durch das Cortison hat er außerdem stark zugenommen. In den letzten Jahren dreht sich im Leben von Herrn Wiebe alles hauptsächlich um die Erkrankung. Aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes leidet auch die Psyche, wodurch sich der Zustand noch verschlimmert. Herr Wiebe ist sich dessen bewusst und versucht aktiv, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Das Interview wurde am 13.11.2012 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Christoph Wiebe

Die ersten Symptome bei Christoph Wiebe deuteten nicht auf Morbus Crohn hin.

Christoph Wiebe meint, eine Therapie könne einem helfen, aus einem Loch wieder herauszukommen. Eventuell könne man dadurch auch von bestimmten Medikamenten wegkommen.

Christoph Wiebe hat festgestellt, dass es ihm guttut, mit offenen Karten zu spielen.

Christoph Wiebe würde die Reha eher als eine Belastung empfinden, weil er zum Beispiel seinen Hund nicht sehen könnte.

Für Christoph Wiebe reicht eine Erwerbsminderungsrente kaum zum Leben aus.

Für Christoph Wiebe ist Facebook eine gute Möglichkeit des Austausches.

Für Christoph Wiebe ist der Hund sehr wichtig.

Neben der Erkrankung sind es auch finanzielle Gründe, die Christoph Wiebe veranlassen, nicht mehr so häufig mit Freunden auszugehen.

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