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Einschränkungen im Alltag, Lymphödem

Die körperlichen Folgen, die eine Lymphknotenentnahme während der Brustoperation als auch die Chemotherapie und Bestrahlung mit sich bringen können, werden von einigen unseren Interviewpartnerinnen als den Alltag einschränkend beschrieben. Ihnen fallen bestimmte Haushaltstätigkeiten wie Stabsaugen, Bügeln oder Fensterputzen schwer, also Tätigkeiten, bei denen sie den Arm stark bewegen müssen. Sie erzählen, dass sie auch manche Sportarten wie beispielsweise Tennisspielen oder Kegeln dauerhaft nicht mehr ausüben können. Egal nach welcher Therapie, insgesamt habe die Kraft und Ausdauer nachgelassen, berichten viele der Erzählerinnen.

Ute Schuhmacher kann mit dem rechten Arm nicht mehr alles machen, habe aber immer noch eine hohe Lebensqualität.

Helga Dietrichs Arzt verordnete, dass sie nur noch zehn Kilo heben darf.

Rosemarie Berthel erzählt, dass ihre Ausdauer weniger geworden sei, sie ist bei allem schneller müde.

Unsere Frauen arrangieren sich jede auf ihre Weise mit den Einschränkungen im Alltag Gerda Martin sagt: „Ich passe mein Verhalten an meinen Körper an. Was er mag oder was er verträgt und was er nicht verträgt. Man muss auf den Körper hören. Aber das lernt man durch eine solche Krankheit.“ Für viele war es wichtig, sich Vergünstigungen durch den Schwerbehindertenausweis zu verschaffen. Dabei fragen sich manche der Erzählerinnen, warum man ihn fünf Jahre nach der Erstdiagnose wieder abgeben muss, obwohl man weiterhin jeden Tag Handicaps erlebe. (Link Finanzen, Krankengeld, Schwerbehindertenausweis)

Annette Huber erledigt ihre Hausarbeit in kleinen Raten und wenn ihr Arm schwer wird, macht sie Übungen.

Die Musikerin Monika Hechstein kann nicht mehr Akkordeon spielen, aber viele andere Instrumente.

Annette Huber meidet die direkte Sonne, damit ihr Arm nicht dick wird.

Einige erfahren die Einschränkungen als sehr gravierend, besonders wenn ein Lymphödem im Arm als Folge der Lymphknotenentnahme bei der Brustoperation auftritt. Dies muss nicht sofort nach der Operation sein, sondern tauchte bei manchen Interviewpartnerinnen erst Jahre später auf. Einige behandeln das Ödem mithilfe von Lymphdrainagen und erzielen damit gute Erfolge, bei anderen bringt es zumindest eine Linderung der Spannungsgefühle und Schmerzen. Julia Bring erzählt, dass sie ihre Arbeit aufgeben musste, weil ihr Arm so in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt blieb, dass sie ihre berufliche Tätigkeit nicht mehr ausüben konnte.

Als Sabine Buck merkte, dass ihr Arm dicker wird, ließ sie sich Lymphdrainagen verschreiben.

Waltraud Amann trägt einen Strumpf und geht zur Lymphdrainage, damit das Lymphödem nicht schlimmer wird.

Nach der Kur, dem Strumpftragen und vielen Lymphdrainagen ist das Lymphödem von Doris Teller wieder weg.

Wie Doris Teller haben mehrere unserer Interviewpartnerinnen die Hoffnung, dass ihre körperlichen Einschränkungen in einer Rehabilitation (Reha, Kur) behandelt werden können. (Link Rehabilitation)

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