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Die Erfahrungen von Regina Ritter

Portrait Regina Ritter ist 51 Jahre alt und vierfache Mutter. Im Mai 2008 erhielt sie die Diagnose eines HER2-positiven Tumors, der bereits eine Lebermetastase gebildet hatte. Im Juli 2011 wurde ein Rezidiv festgestellt. Gegenwärtig erhält Regina Ritter eine Chemotherapie in Tablettenform, da im letzten Sommer eine Lungenmetastase entdeckt wurde.

Mit 47 Jahren ertastete Regina Ritter etwas Schmerzhaftes und „Riesengroßes“ in ihrer rechten Brust. Nach mehreren Untersuchungen diagnostizierte ihre Gynäkologin einen Tumor. Ein CT ließ zudem eine Lebermetastase erkennen. Regina Ritters ÄrztInnen rieten ihr daher zu einer palliativen Chemotherapie mit dem Ziel, die Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Ihre damalige Lebensprognose lag bei einem Dreivierteljahr. Sie habe sich intensiv mit dem eigenen Sterbeprozess auseinandergesetzt, erzählt Regina Ritter. Dann wurde allerdings ihr „Kampfgeist“ hervorgeholt: Sie wollte es dem Tumor „zeigen.“

Die Chemotherapie verursachte ihr starke Schmerzen im Bauchraum und in den Beinen – erst ein morphinähnliches Pflaster habe Linderung verschaffen können. Nachdem der Tumor im Ultraschallbild nicht mehr zu sehen war, hatte Regina Ritter den Plan, neu „durchzustarten“ und beginnt eine neue Ausbildung. Auch wendet sie sich der Naturheilkunde zu. Ausgelöst durch innere Unruhe, holte sie im November eine Zweitmeinung ein, bei der durch ein MRT Herde in der rechten Brust festgestellt wurden. Mit der darauffolgenden Brustabnahme sei Regina Ritter gut zurechtgekommen.

Nachdem bei einer Kontrolluntersuchung 2011 ein Rezidiv diagnostiziert wurde, unterzog sich Regina Ritter erst einer adjuvanten Chemotherapie, dann wurde der Tumor entfernt und es folgte eine Bestrahlung. Dank homöopathischer Mittel sei es ihr deutlich besser als beim ersten Mal ergangen.

Als sie sich im darauffolgenden Sommer völlig erschöpf fühlte, suchte sie ihren Onkologen auf, der durch ein CT eine Lungenmetastase feststellte, welche er als inoperabel einstufte. Sie wird derzeit mit einer Chemotherapie in Tablettenform behandelt. Zuhause zu sein und ihr Leben selbst strukturieren zu können, beschreibt Regina Ritter als größten Vorteil dieser Therapieform. Als Nebenwirkungen nennt sie starken Durchfall, Konzentrationsschwächen und das Hand-Fuß-Syndrom – erneut helfe ihr hier die Homöopathie.

Ihren heutigen Partner lernte sie 2009 kennen – von ihrer Krebserkrankung erzählte sie ihm bereits beim ersten Treffen. Dass er zu ihr stehe und immer wieder betone, dass sie für ihn trotz fehlender Brust vollständig sei, tue ihr „unheimlich gut“.

Regina Ritter findet es wichtig, achtsam für schöne Momente zu sein und hat daher mit dem Fotografieren begonnen. Sie möchte sich vom Krebs nicht „klein kriegen lassen“. Durch die von ihr gegründeten Selbsthilfegruppen und ihre ehrenamtliche Hospizarbeit möchte sie Anderen von ihrer Kraft und Stärke abgeben. Der Tumor begleite sie zwar, doch sie habe vor, gesund zu werden: „Drei Mal Krebs reicht“, sagt sie.

Das Interview wurde Mitte 2013 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Regina Ritter

Regina Ritter erzählte ihrem jetzigen Mann beim ersten Date von ihrer Erkrankung.

Regina Ritter spürte etwas Hartes in ihrer Brust und nahm das zunächst gar nicht so ernst.

Wegen ihrer Unruhe holte sich Regina Ritter eine zweite Meinung ein.

Regina Ritter erhielt eine Chemotherapie in Tablettenform.

Regina Ritter erzählt, wie sie merkte, dass es gar nicht so schlimm war, sich mit dem Sterben zu befassen.

Wenn man sich alles verbiete, was man gerne esse, sei das keine Lebensqualität mehr, meint Regina Ritter.

Regina Ritter erzählt von ihrer palliativen Chemotherapie und dass ihr gegen die Schmerzen ein Pflaster helfe.

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