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Die Erfahrungen von Kirsten Seifert

Portrait Kirsten Seifert ist 52 Jahre alt, verheiratet und freiberuflich als Sporttrainerin tätig. Sie hat drei erwachsene Kinder. Die Diagnose Brustkrebs erhielt sie vor einem Jahr und befindet sich zum Zeitpunkt des Interviews in einer Reha-Maßnahme. Sport spielt für sie auch im Umgang mit der Erkrankung eine wichtige Rolle.

Direkt nach der Diagnose wurde Kirsten Seifert von der Frauenärztin zu einer Operation geraten. Weil ihr das unheimlich vorkam, holte sie eine Zweitmeinung am Brustzentrum einer Uniklinik ein. Sie entschied sich für eine neoadjuvante Chemotherapie. Durch diese Behandlung verkleinerte sich der bereits zehn Zentimeter große Tumor sehr stark. Bei der anschließenden Operation musste die Brust abgenommen werden.

Nach der Operation habe sie sich zwangsläufig an den neuen Anblick ihres Körpers gewöhnen müssen, erzählt Kirsten Seifert. Es ist ihr wichtig, dass man von außen nicht sehen kann, dass sie nur noch eine Brust habe. Seit der Operation trägt sie eine Prothese. Ein Brustaufbau kommt zum Zeitpunkt des Interviews für sie noch nicht in Frage.

Während der Chemotherapie weiter zu arbeiten, hatte für Kirsten Seifert eine große Bedeutung. Dies war möglich, weil es ihr verhältnismäßig gut ging und weil ihre Kolleginnen und Kollegen sie im anderen Fall vertraten. Sie ist der Meinung, die Chemotherapie so gut vertragen zu haben, weil sie viel Sport an der frischen Luft trieb.

Als hilfreich für die Bewältigung der Erkrankung empfand sie ihren Kampfgeist, Optimismus und das Wissen, von ihrer Familie und ihrem sozialen Umfeld gut aufgefangen zu werden. Eine Ärztin habe ihr zu Beginn der Erkrankung Mut gemacht, indem sie sagte, dass ein harter Weg vor ihr läge, der Krebs aber heilbar sei. Viele Informationen und Tipps erhielt sie von den Frauen ihrer Sport-nach-Krebs Gruppe.

Kirsten Seifert wünscht sich, nach der Reha-Maßnahme wieder ein zufriedenes und glückliches Leben wie vor der Diagnose führen zu können. Sie möchte sagen: „Ich hatte Krebs“ und hofft, dass der Krebs nicht wiederkommt.

Das Interview wurde Ende 2012 geführt.

 

Alle Interviewausschnitte von Kirsten Seifert

Kirsten Seifert konnte sich zunächst nicht die amputierte Brust anschauen.

Für Kirsten Seifert ist es eine Beruhigung, dass man den Brustverlust von außen nicht sieht.

Das Schwimmen mit Badeprothese geht für Kirsten Seifert einwandfrei.

Kirsten Seifert berichtet, wie der Tumor unter der neoadjuvanten Chemotherapie schrumpfte.

Kirsten Seifert leitet eine Sport-nach-Krebs-Gruppe. Dort eignen sich die Frauen Grundwissen an.

Kirsten Seifert ist freiwillig versichert und bekommt alles Nötige von der Krankenkasse bezahlt.

Kirsten Seifert hatte auffällige Lymphknoten und bekam sie entnommen, jetzt hat sie Angst vor einem Lymphödem.

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