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Theodor Wuttke berichtet über die Schwierigkeiten, sich im Unterricht in der Schule konzentrieren zu können.

Zum einen habe ich zum Beispiel sehr viel mit meinen Lehrern gesprochen und denen gesagt: wenn ich anfange hier mich nicht mehr aktiv konzentrieren zu können, dann sage ich den Lehrern nochmal Bescheid und gehe dann halt eben kurz raus und versuche dann halt eben innerhalb von fünf/zehn Minuten mich soweit zu sammeln, dass ich dann halt eben wieder rein kann und mich wieder komplett konzentrieren kann. Weil halt eben eine Klasse die Angewohnheit hat, dass man laut ist. Ich meine, in einer Klasse sitzt nicht jeder so still und meldet sich dann nur, wenn der Lehrer von einem etwas will. Die Klassen sind halt eben so, dass man mit den Taschen da rumraschelt, mit den Materialien herumspielt, dass man mit Nachbarn spricht und so weiter und so fort. Teilweise merkt man auch, wie die Anderen dann halt eben versuchen Andere zu bewegen, diese Vorgänge brauchen, damit sie sich selber ablenken. Dementsprechend habe ich auch mir gesagt: „Okay gut, wenn die das brauchen, dann lasse ich denen das." Und ich brauche da keine Sonderbehandlung in dem Sinne, dass ich da sage: „Okay, ich schnauze jetzt jeden an, der da jetzt anfängt herumzurascheln, laut zu sein, sonst irgendwas." Sondern wirklich gezielt versuche, damit besser umzugehen, dass ich dann halt eben sage: „Okay, ich kann nicht mehr, also schalte ich die Augen ab." Oder ich kann nur soweit mehr, dass ich dann halt eben rausgehen muss. Oder, dass ich das dann halt eben ertrage und dann halt eben mit den Kopfschmerzen lebe, die ich danach habe, die dann halt eben entsprechend stärker sind.

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