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Henning Münch beschreibt die Auseinandersetzung mit seinen Eltern über Schulaufgaben als einen Kampf.

Ich weiß nicht, ob es ein Schlüsselerlebnis gab, aber es gab wahrscheinlich mehrere so Ereignisse. Und es war bei mir irgendwie so, weil bei mir war es immer so ein Kampf. Ich wollte niemals Hausaufgaben machen. Und ich wollte auch niemals lernen. Und das war irgendwas, dagegen habe ich mich eben immer sehr gesträubt. Also wenn es nach mir gegangen wäre, dann wäre ich gar nicht in die Schule. Aber gut, das ist ja grundsätzlich bei jedem Kind so, dass Schule irgendwie blöd ist. Aber also ich habe mich da einfach massiver dagegen gewehrt als andere, glaube ich. Und ich habe einfach wirklich nix gemacht. Ich habe das ignoriert. Da hat auch nicht viel geholfen, was meine Eltern unternommen haben. Also wenn man irgendwie mit Strafen oder mit Druck oder mit Belohnung – es ist wurscht, es hat alles nichts geholfen. Und das war dann immer halt so, dass ich am Abend – da gab es dann immer Streit. Und das war dann immer irgendwie Kampf mit meinen Eltern. Und ich glaube da haben sie irgendwie so gemerkt, die Art und Weise, wie dieser Kampf ausgetragen wird. Also es ist ja denke ich mal bei jedem Kind so oder bei vielen Kindern so, dass sie nicht sagen: „Ja, Schule finde ich geil, da will ich hin.“ Aber eben die Intensivität wie der Kampf ausgetragen wird, der hatglaube ich schon irgendwie eine andere Dimension gehabt. Und ich glaube, da haben sie dann irgendwie gemerkt, dass ist vielleicht nicht so ganz normal wie bei anderen Kindern.

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