Die Erfahrungen von Alexia Schmid

Portrait Alexia Schmidt ist zum Interviewzeitpunkt 15 Jahre alt, hat ADS und lebt mit ihren Eltern zusammen. Sie nimmt keine Medikamente. Die meisten Menschen in ihrem sozialen Umfeld wissen nichts über ihre Diagnose. Alexia Schmidt hat einer Veröffentlichung ihres Interviews in der Textversion zugestimmt.

Der Unterschied zwischen ADS und ADHS ist Alexia Schmidt sehr wichtig; sie betont ihn immer wieder im Interview. Auch wenn sie in früheren Jahren manchmal „aufgedreht“ war, hat sich das nicht von anderen Kindern unterschieden. Eigentlich sei sie immer sehr ruhig, nicht „hibbelig“, nicht hyperaktiv, eher verträumt und kann sich nicht so gut konzentrieren. Besonders nach der Schule ist sie oft müde.

Sie ging einige Jahre lang auf eine Schule speziell für Kinder mit AD(H)S. Eine Lehrerin in der ersten Klasse hatte sie damals zu diesem Schulwechsel gedrängt. Für Alexia war diese neue Schule schon deshalb ein Problem, weil alle anderen Kinder dort immer so aufgedreht waren. Zudem war sie das einzige Mädchen in der Klasse.

Durch die ADS fühlt sie sich nicht weiter eingeschränkt. Nur manchmal kann sie sich nicht richtig konzentrieren. Hinzu kommen Probleme mit Mathematik: eine sog. Dyskalkulie. Gerade hat Alexia mit einer Psychotherapie begonnen. Medikamente kommen für sie nicht in Frage, weil sie ja nicht „hibbelig“ ist.

Alexia hat noch zwei weitere Gesundheitsprobleme: ein sog. Schmerzverstärkungssyndrom, eine Art Rheuma und einen stark erhöhten Augendruck. Die starken Schmerzen versuchte sie unter anderem mit Hypnose in den Griff zu kriegen. Der erhöhte Augendruck führt zu Lichtempfindlichkeit und einer Entzündung der Regenbogenhaut.

Während Alexia mit ADS letztlich kaum Probleme hat, macht sich ihre Mutter häufig Sorgen: dass es z.B. schlimmer werden könnte. Sie selbst macht sich viel mehr Sorgen darüber, dass andere Kinder mit AD(H)S gemobbt werden. Solche Mitschülerinnen und Mitschüler würden z.B. mit der Frage aufgezogen: „Na, hast Du schon Deine Medikamente genommen?“

Das Interview wurde 25.03.2014 geführt.

Alle Interviewausschnitte von Alexia Schmid

Alexia Schmid merkte immer wieder, dass sie von unterschiedlichen Geräuschen abgelenkt wird.

Alexia Schmid bezeichnet ADS als eine Krankheit, die jedoch nicht immer Medikamente bedarf.

Alexia Schmid hat die Möglichkeit, im Rahmen einer Psychotherapie über ihre allgemeinen Probleme, besonders auch über ihr ADS zu sprechen.

Ein Klassenkamerad von Alexia Schmid, der ebenfalls AD(H)S hat, wird von den Mitschülern stark gemobbt.

Alexia Schmid berichtet über ihre Erfahrungen mit einer Grundschule für Kinder mit AD(H)S.

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